LayerKompass Tool

Skew- & Rechtwinkligkeits-Rechner

Dein Testquadrat hat ungefähr die richtigen Seitenlängen, ist aber trotzdem leicht „schief“? Dann kann Skew die Ursache sein. Dieses Tool zeigt dir Schritt für Schritt, was du drucken, wo du messen und wie du das Ergebnis einordnen solltest.

Kurz gesagt

Wann brauchst du dieses Tool?

Typischer Fall: Ein rechteckiges Teil misst entlang X und Y fast korrekt, aber die Ecken sind nicht exakt 90°. Dann sind die beiden Diagonalen unterschiedlich lang.

Wenn dein Teil einfach insgesamt zu groß/klein ist, Löcher nicht passen oder Maße zufällig springen, ist Skew wahrscheinlich nicht die erste Baustelle.

Teil ist schief / nicht 90°→ Hier bist du richtig
In 5 Schritten

So benutzt du den Rechner

  1. Skew-Kalibrierkörper drucken.Für die meisten Nutzer reicht zuerst die XY-Ebene – also die Rechtwinkligkeit auf dem Druckbett. XZ/YZ sind eher für gezielte vertikale Geometrieprobleme interessant.
  2. Skew-Korrektur für den Test deaktivieren.Bei Klipper z. B. mit SET_SKEW CLEAR=1. Sonst misst du eine bereits korrigierte Geometrie.
  3. Drei Strecken mit dem Messschieber messen.AC = erste Diagonale, BD = zweite Diagonale, AD = eine Seite. Bei AD keine abgeflachten Ecken mitmessen.
  4. Werte unten eintragen.Am besten jede Strecke 2–3 Mal messen. Schon kleine Messfehler können das Ergebnis beeinflussen.
  5. Ergebnis erst verstehen, dann korrigieren.Ist der Drucker sichtbar mechanisch schief, zuerst Mechanik/Rechtwinkligkeit verbessern. Software-Skew ist die Feinjustage – kein Ersatz für lose oder schief montierte Mechanik.

Die Messmethode entspricht Klippers offizieller Skew-Dokumentation. Klipper-Anleitung öffnen ↗

Messpunkte A, B, C und D eines Skew-Kalibrierkörpers A liegt unten links, B oben links, C oben rechts und D unten rechts. AC und BD sind die beiden Diagonalen, AD ist die untere Seite. A B C D AC BD AD
Du misst genau diese drei Strecken. Für einen normalen CoreXY/Cartesian-Drucker startest du fast immer mit XY.

1. Ebene wählen & 2. Messwerte eintragen

Für die meisten Nutzer: Lass die Ebene auf XY. XZ und YZ brauchst du nur, wenn du gezielt die Rechtwinkligkeit zu Z prüfen möchtest.

Noch keine Messwerte

Trage AC, BD und AD vom Kalibrierkörper ein. Wenn du den Ablauf nur ausprobieren möchtest, lade das offizielle Klipper-Beispiel.

Wann ist Skew wahrscheinlich nicht dein Problem?

Alle Maße sind gleichmäßig zu klein/groß

Dann eher Materialschrumpfung oder Skalierung prüfen.

Löcher passen nicht, Außenmaß aber schon

Dann eher Hole-/Contour-Compensation bzw. konstruktives Spiel prüfen.

Fehler tritt zufällig oder nur in einzelnen Layern auf

Dann Mechanik, Riemen, Layer Shift, Kollisionen oder Extrusion prüfen.

Teil hebt sich an den Ecken

Das ist Warping und kann die Diagonalmessung verfälschen.

Merksatz: Skew bedeutet: Die Geometrie ist systematisch schief, obwohl die Seitenlängen plausibel wirken.

Tool-Hilfe

Skew- & Rechtwinkligkeits-Rechner: wann und wie einsetzen?

Ein gutes Ergebnis beginnt mit der richtigen Fragestellung. Diese Hinweise erklären, wofür das Tool gedacht ist, wie du die Ausgabe interpretierst und wo eine Berechnung bewusst nur eine Näherung sein kann.

Wann solltest du dieses Tool benutzen?

Wenn ein rechteckiger Druck trotz plausibler Seitenlängen nicht wirklich 90° hat oder die beiden Diagonalen unterschiedlich lang sind. Das Tool erklärt die Messung Schritt für Schritt.

So nutzt du es sinnvoll

Für die meisten Drucker zuerst XY wählen. Kalibrierkörper ohne aktive Skew-Korrektur drucken, die beiden Diagonalen AC/BD und die Seite AD wie in der Grafik messen und jede Messung möglichst wiederholen.

Grenzen & wichtige Hinweise

Skew ist ein systematischer Winkelversatz. Das Tool ist nicht für Warping, zufällige Layer Shifts, reine Materialschrumpfung oder falschen Flow gedacht. Deutlich schiefe Mechanik möglichst zuerst mechanisch korrigieren.

Häufige Fragen

Was muss ich ganz konkret messen?

Nur drei Strecken am Skew-Kalibrierkörper: AC und BD sind die beiden Diagonalen, AD ist eine Seite. Die Tool-Seite zeigt die Punkte A/B/C/D in einer Grafik.

Welche Ebene soll ich wählen?

In den meisten Fällen XY. Damit prüfst du, ob die X- und Y-Achse auf dem Druckbett wirklich rechtwinklig zueinander stehen. XZ/YZ sind eher für gezielte vertikale Geometrieprüfungen.

Soll ich Skew immer per Software korrigieren?

Nein. Erst Messung wiederholen und Mechanik prüfen. Klipper empfiehlt bei deutlichem Schiefstand zuerst eine möglichst gute mechanische Ausrichtung. Softwarekorrektur ist die Feinjustage.

Kann ich das Tool ohne Klipper benutzen?

Ja, um die Geometrie und den Winkelversatz zu beurteilen. Die erzeugten SET_SKEW- und CALC_MEASURED_SKEW-Kommandos sind jedoch Klipper-spezifisch.

Die Tools liefern Orientierung und Berechnungen aus deinen Eingaben. Für sicherheitskritische, elektrische oder hoch belastete Bauteile sind zusätzliche Prüfungen erforderlich.

Idee für dieses Tool?

Fehlt eine Funktion, ist eine Erklärung unklar oder passt ein Ergebnis in deinem Fall nicht? Schick uns deinen Vorschlag.

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